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Dialogische Kommunikation - Arbeit an der Öffentlichkeit


30. Dezember 2008

Finanzkrise: Vertrauen schaffen mit Web 2.0?

Die Finanzkrise im Jahr 2008 war nicht zuletzt eine Vertrauenskrise. Nachdem sich weltweit grosse Universal- und Investmentbanken mit sogenannten US-Ramschhypotheken mächtig verspekuliert haben und Abschreiber in noch nie dagewesener Höhe machen mussten, ist das Vertrauen der Kunden gegenüber den Finanzinstituten sowie zwischen den Finanzinstituten selbst in kürzester Zeit massiv zusammengebrochen. Resultat: Die Märkte für gewisse Anlagevehikel sind ausgetrocknet, nach massivem Abzug von Kundengeldern sind die Investmentbanken ins Wanken geraten beziehungsweise bankrott gegangen – und: der Staat muss nun als Helfer in der Krise einspringen.

Die grosse Frage lautet jetzt: Wie kann das Vertrauen ins Finanzsystem und dessen Akteure wieder hergestellt werden? Dabei interessiert insbesondere die Frage, ob dazu die dialogischen Kommunikationsmöglichkeiten des Web 2.0 einen Beitrag leisten können? (mehr…)

3. Dezember 2008

Ist die Blogosphäre tot?

Das Thema massenmediale Öffentlichkeit versus Blogosphäre hat derzeit Konjunktur. Im englischen Sprachraum hat der renommierte IT-Publizist, Nicholas Carr, anfangs November 2008 die Blogosphäre für tot erklärt (vgl. «Who killed the blogosphere?»). Einige Tage zuvor hat David Bauer in der «SonntagsZeitung» die Schweizer Blogosphäre in die Wüste geschickt (vgl. «Bla-Bla-Blogger – die Rebellen versinken im Mittelmass» (PDF)). Im Berner «Bund» vom 18. November 2008 teilt uns Hans-Jürgen Jakobs, Chefredaktor der Online-Ausgabe der «Süddeutschen Zeitung», seine kritische Einschätzung der Blogosphäre mit. In Deutschland sieht er immerhin «Anzeichen, dass einzelne Beiträge von Bloggern eine Debatte in Gang bringen und auf Fehlentwicklungen hinweisen». Aber sonst, so zitiert ihn der «Bund» weiter, sehe er «viel Geschwätz, Halbwissen und Wichtigtuerei». (mehr…)