Das Internet ist kein demokratisches Medium! Es kann den demokratischen Meinungs- und Willensbildungsprozess fördern, indem es Menschen vernetzt und Informationen leichter zugänglich macht. Aber das sind nur notwendige und keine hinreichende Bedingungen für die demokratische Meinungsbildung. Das Internet ist primär ein Störkanal. Es entfaltet seine Wirkung dort, wo geschlossene Systeme die Kontrolle über die Kommunikation und Deutungshoheit verlieren. (mehr…)
Präsentation gehalten von Christian Schenkel am 1. April 2009 im Rahmen der Vorlesung «Der Markt für politische Inhalte im Internet» von Patrick Rademacher am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ).
Im Medienteil der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 6. März 2009 debattieren Ronnie Grob, Blogger bei «medienlese.com», und Otfried Jarren, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Universität Zürich, über die gesellschaftspolitische Bedeutung des Internets. Während Grob in seinem Beitrag «Das Internet fördert die Demokratie» die sich im Internet manifestierende «Weisheit der Vielen» preist, behauptet Jarren in «Unersetzbare soziale Institutionen» die nach wie vor geltende Notwendigkeit einer von professionellen Journalisten vermittelten massenmedialen Öffentlichkeit, die die Gesellschaft kommunikative organisiert. Nach meinem Dafürhalten sind beide Positionen sowie richtig als auch falsch. (mehr…)
Das us-amerikanische Wahlsystem
Die USA haben ein typisch präsidentielles Regierungssystem. Der Präsident wird direkt von den Bürgern gewählt und kann, einmal gewählt, weder vom Parlament noch von den Bürgern abgewählt werden.
Die Präsidentschaftswahlen finden in zwei Durchgängen statt. Die Vorwahlen («primaries») beginnen in der Regel am Anfang des Wahljahres und dauern bis im Juli oder August. Sie sind ein basisdemokratisches Verfahren, in dem die Parteimitglieder in den 50 Teilstaaten die Delegierten für einen bestimmten Kandidaten bestimmen. Im Anschluss an die Vorwahlen finden die nationalen Parteikongresse («party conventions») statt. An diesen Anlässen nominieren die Parteien ihre offiziellen Kandidaten. Die Delegierten sind für den ersten Wahlgang verpflichtet, den Kandidaten zu wählen, der in ihrer Partei und in ihrem Teilstaat die Vorwahlen für sich entschieden hat. In den USA herrscht allgemein die Meinung vor, dass ein Kandidat, der die Vorwahlen für sich entscheidet, auch fähig ist, ein Land zu führen. (mehr…)