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Dialogische Kommunikation - Arbeit an der Öffentlichkeit


3. November 2008

Die «SonntagsZeitung» über «Bla-Bla-Blogger»

Wieder einmal holt ein Journalist aus der holzverarbeitenden Industrie (sprich: Printjournalist) zu einem Rundumschlag gegen Blogs und Blogger aus. Im Bund «Multimedia» der «SonntagsZeitung» vom 2. November 2008 behauptet David Bauer unter dem Titel «Bla-Bla-Blogger – die Rebellen versinken im Mittelmass», dass Schweizer Weblogs ihrem Anspruch auf Themensetzung nicht gerecht würden (Artikel online nicht verfügbar).

Zugegeben: Die hiesige kann man im Gegensatz zur us-amerikanischen Blogosphäre durchaus als unterentwickelt beurteilen. In den USA werden politische Blogs von den Meinungsmachern und Experten in einem Atemzug mit den traditionellen Medien zitiert. Der aktuelle Wahlkampf um die Nachfolge von Gorge W. Bush dokumentiert dies eindrücklich. Was also läuft schief in der helvetischen Blogosphäre? Es gibt verschiedene Gesichtspunkte, unter denen man die jüngsten Entwicklungen in der Online-Kommunikation diesseits und jenseits des Atlantiks beurteilen kann.
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30. Juli 2008

Online-Wahlkampf in den USA: Obama setzt neue Massstäbe

Das us-amerikanische Wahlsystem

Die USA haben ein typisch präsidentielles Regierungssystem. Der Präsident wird direkt von den Bürgern gewählt und kann, einmal gewählt, weder vom Parlament noch von den Bürgern abgewählt werden.

Homepage Barack ObamaDie Präsidentschaftswahlen finden in zwei Durchgängen statt. Die Vorwahlen («primaries») beginnen in der Regel am Anfang des Wahljahres und dauern bis im Juli oder August. Sie sind ein basisdemokratisches Verfahren, in dem die Parteimitglieder in den 50 Teilstaaten die Delegierten für einen bestimmten Kandidaten bestimmen. Im Anschluss an die Vorwahlen finden die nationalen Parteikongresse («party conventions») statt. An diesen Anlässen nominieren die Parteien ihre offiziellen Kandidaten. Die Delegierten sind für den ersten Wahlgang verpflichtet, den Kandidaten zu wählen, der in ihrer Partei und in ihrem Teilstaat die Vorwahlen für sich entschieden hat. In den USA herrscht allgemein die Meinung vor, dass ein Kandidat, der die Vorwahlen für sich entscheidet, auch fähig ist, ein Land zu führen. (mehr…)